Psoriasis (Schuppenflechte)
Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine Hautkrankheit, die sich nach außen hin im Wesentlichen durch einige stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen zeigt. Die Schuppenflechte ist eine nicht-ansteckende Autoimmunkrankheit. Ursache der Hauterscheinungen ist eine Entzündungsreaktion der Haut, die ein überschießendes Wachstum von Hautbildenden Zellen (Keratinozyten) bewirkt. Etwa 2–3 % der Bevölkerung sind in Mitteleuropa von der Krankheit betroffen.(Autoimmunkrankheit ist ein Überbegriff für Krankheiten deren Ursache eine überschießende Reaktion des körpereigenem Abwehrsystems (Immunsystems), gegen körpereigenes Gewebe ist).
Die am häufigsten betroffenen Körperregionen sind die Ellenbogen, die Kniescheiben und die Kopfhaut unter den Haaren, aber auch Steißbein, Fingerknöchel und die Partien unter den Ohrläppchen. Auch Beeinträchtigungen an den Finger- und Zehennägeln können auftreten. Die befallenen Stellen jucken in vielen Fällen, jedoch nicht immer. Der Juckreiz kann sehr störend sein, die stark schuppenden Hautstellen belasten kosmetisch sehr stark. Bei 5–20 % der Patienten kann es zu einer Erkrankung der Gelenke kommen (Psoriasis-Arthritis), was sehr schmerzhaft ist. Gelegentlich kommt es bei Psoriasis vor allem an Feuchtstellen wie Analfalte und Leisten zu Superinfektionen mit einem Hefepilz oder Bakterien, was die Erkrankung verschlimmert. Die Psoriasis kann ausgelöst und verschlechtert werden durch folgende Medikamente: Betablocker, ACE-Hemmer und Lithium-Salze. Als Auslösefaktoren einer Psoriasis werden auch unspezifische Reize, wie Verletzungen, Reibung, Operationen, Sonnenbrände. Auch Übergewicht, Alkoholmissbrauch sowie Stress können eine Psoriasis verschlechtern.
Bei den meisten Behandlungsmethoden muss sich der Patient auf längere Dauer von Wochen oder gar Monaten einstellen, die Krankheit selbst hat man nach heutigem Stand lebenslang. Für die äußerlichen Anwendungen (topische Therapie) werden heute folgende Therapieformen verwendet: Harnstoff, Salizylsäure, Dithranol (auch als Cignolin bekannt), Cortison, Vitamin-D-Derivate, Bade- und Lichttherapie, Schmalspektrum-UVB-Therapie, Selektive Ultraviolett-Phototherapie (SUP), PUVA-Therapie (Psoralen + UVA), Lasertherapie. Die innerlichen Anwendungen (systemische Therapie) sind heute vorwiegend den mittelschweren bis schweren Fällen und bei Psoriasis Arthritis vorbehalten. Wie zum Beispiel: Methotrexat, Vitamin-A-Abkömmlinge, Cyclosporin A, Fumarsäureester.
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